An erster Stelle steht dafür das benötigte Baugrundstück. Die Verfügbarkeit, Fläche, Lage und das Verhältnis des Preises zur möglichen Ausnutzung (Geschoßflächenzahl). Gerade die Möglichkeit mehrere Wohnungen auf einem Grundstück zu realisieren, schafft preiswerteren Wohnraum. Zwangsläufig muss dann auch in die Höhe gebaut werden.

Die Ausstattung der Gebäude spielt natürlich auch eine wichtige Rolle für den Preis. Mit Verzicht auf Lüftung, kleinen Balkonen, günstige Gasheizung, dafür aber höhere Betriebskosten, einfache Bäder usw. kann bei den Baukosten gespart werden. Auch eine Wiederholung von Architektenentwürfen und damit der Möglichkeit Fertigbauteile einzusetzen, bringt erhebliches Einsparpotenzial. Allerdings haben wir im Bereich Tübingen auf Grund vieler Einflüsse höhere Baukosten (€ / qm). So müssen zum Durchnittswert in der BRD in Bereich Tübingen 58 % Kosten aufaddiert werden. An der polnischen Grenze zum Beispiel um 28 % reduziert.

Der Kreistag hat mit der Kreisbaugesellschaft Tübingen ein wichtiges Instrument um einen hohen Anteil von geförderten Sozialwohnungen und Wohnraum im Allgemeinen zu erstellen und zu bewirtschaften. Allerdings muss der Markt für viele offen sein. So entstehen mit privaten Baugruppen viele moderne Wohnformen, in denen auch Sozialwohnungen oder betreutes Wohnen eingebunden wird. Auch gibt es verantwortungsvolle private Bauträger, die auf ein schönes Ortsbild Wert legen.

Wir Freien Wähler sind deshalb für alle Möglichkeiten einer sinnvollen, verträglichen Bebauung offen und unterstützen mit diese aller Kraft. Dabei hilft uns der enge Kontakt zu den Städten und Gemeinden im Kreis. Denn die Bereitstellung eines Baugrundstücks und Einbindung in das Quartier geht nur gemeinsam mit den Kommunen und Bürgern.

Georg Hofer, Kreistagsfraktion FWV


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