Sie wollen etwas (für Ammerbuch) tun? Sie wollen (kommunalpolitisch) etwas bewirken, mitmachen und/oder mitbestimmen? Dann finden Sie hier 19 praktisch umsetzbare Hinweise wie das gehen kann:
  • die eigene Meinung sagen: Wer eine Meinung hat, soll sie sagen. Den Freunden, den Nachbarn, den Vereinskollegen, einfach Jeder und Jedem, der es wissen soll; nur so bewirkt Ihre Meinung etwas. Bei Nutzung von Flyern und Plakaten zum Verbreiten Ihrer Meinung dürfen diese keine rechtswidrigen Inhalte haben und nur an genehmigten Stellen angebracht bzw. ausgelegt werden. Demonstrationen müssen angemeldet werden. Sie können auch Leserbriefe in den örtlichen Medien (Leserbriefportal „Gäubote“ oder „Tagblatt„) veröffentlichen um Ihre Meinung kundzutun.
  • Wählen gehen! Geht schon ab 16 in Baden-Württemberg.
  • Ihre Mandatsträger ansprechen: Ammerbuch wird im Gemeinderat und Kreistag von vielen Mandatsträgern u.a. der Freien Wähler vertreten. Wenn Sie ein Anliegen haben, sprechen Sie diese an und bitten Sie um Unterstützung oder Rat.
  • Vorsprachen bei Bürgermeister/in, Ortsvorstehern und Verwaltung: Zuerst sollten Sie herausfinden, wer für die Sache zuständig ist. Dann in der Verwaltung anrufen und einen Termin vereinbaren. Oder vorab mit dem Ortsvorsteher sprechen, wenn die Anfrage ortsbezogen ist; die Ortsvorsteher von Poltringen, Reusten, Altingen und Breitenholz bieten regelmäßige Sprechstunden an. Und schließlich hingehen und Gespräch führen. Der/die Bürgermeister/in hat auch regelmäßige Sprechstunden, diese erfahren Sie auf Nachfrage oder in „Ammerbuch Aktuell„.
  • Teilnahme an / Fragen in Gemeinderatssitzungen: Bei Gemeinderatssitzungen (Sitzungskalender) gibt es zu Beginn des öffentlichen Teils immer eine (Bürger-) Fragestunde. Diese können Sie nutzen um Ihre Anfrage öffentlich an den Gemeinderat oder die Verwaltung zu richten.
  • Eingaben schreiben: Wer eine konkrete Bitte oder Beschwerde hat, schickt diese schriftlich an die Verwaltung. Die Verwaltung beschäftigt sich dann mit der Sache und versucht zu helfen oder an zuständige Stellen weiterzuleiten. Wenn Ihre Eingabe von mehren Bürgern unterstützt wird (z.B. durch eine Unterschriftenliste oder Gründung einer Bürgerinitiative, s.u.) hat Ihre Eingabe natürlich höhere Erfolgschancen.
  • Umfrage machen: Über Doodle oder kostenlose Onlineumfragetools wie z.B. Survey Monkey können Sie sogar selbst im Internet Umfragen veranstalten um die Meinung Ihrer Mitbürger zu bestimmten Fragestellungen abzufragen. Natürlich können Sie das auch in Papierform.
  • Bürgerversammlung besuchen: Eine Bürgerversammlung soll einmal jährlich, bei wichtigen Angelegenheiten öfter stattfinden. Bürgermeister/in und Verwaltung informieren über geplante Vorhaben und aktuelle Themen in der Kommune. Und sie beantworten dort gestellte Fragen der Einwohner.
  • Presse informieren: Um Ihrem Anliegen Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen, kann es auch Sinn machen Pressevertreter zu informieren („Tagblatt“ / „Gäubote„).
  • Einwohnerantrag stellen: Die Bürger beantragen, dass ein bestimmtes Thema vom Gemeinderat beraten und entschieden wird. Ein Einwohnerantrag muss schriftlich eingereicht werden und Unterschriften von mindestens (in Ammerbuch) 1,5% der Einwohner/innen erhalten (Ablauf und Voraussetzungen in Baden-Württemberg).
  • Bürgerbegehren organisieren: Hier haben wir in Ammerbuch Übung! Die Einwohnerinnen und Einwohner machen einen konkreten Entscheidungsvorschlag und beantragen, dass darüber die Bürger in einem Bürgerentscheid abstimmen sollen. Ein Bürgerbegehren muss schriftlich eingereicht werden und Unterschriften von mindestens 7% der wahlberechtigten Bürger erhalten (Ablauf und Voraussetzungen in Baden-Württemberg). Stimmt der Gemeinderat dem Entscheidungsvorschlag nicht zu, findet ein Bürgerentscheid statt.
  • Bürgerentscheid erwirken: Die Einwohnerinnen und Einwohner entscheiden eine wichtige kommunale Angelegenheit direkt durch eine Abstimmung. Ein Bürgerentscheid kann vom Gemeinderat beschlossen oder durch ein Bürgerbegehren erwirkt werden. Genügend Einwohnerinnen und Einwohner (Ablauf und Voraussetzungen in Baden-Württemberg) müssen dem Vorschlag zustimmen.
  • Mitglied in örtlicher Partei oder freier Wählervereinigung werden: Hierzu finden Sie bezüglich der Ammerbucher Parteien hier die nötigen Links oder bezüglich der Freien Wähler Ammerbuch Mitgliedschaftsinformationen.
  • Bürgerinitiative gründen: Zusammenschluss von Personen, die auf ein konkretes gesellschaftliches oder politisches Problem aufmerksam machen und auf dessen Lösung hinwirken wollen. Arbeitet meist zeitlich befristet bis zur Lösung des Problems. Wenn Sie eine Bürgerinitiative gründen wollen, finden Sie z.B. hier erste Informationen.
  • Verein gründen: längerfristiger Zusammenschluss von Personen zur Verfolgung bestimmter Zwecke, z. B. für kommunale Angelegenheiten (Freizeitgestaltung, Kulturförderung, Sport). Wenn Sie einen Verein gründen wollen, finden Sie z.B. hier erste Informationen.
  • als „sachkundige Bürger“ fungieren: Sachkundige Bürgerinnen und Bürger dienen als Experten in den Fachausschüssen oder dem Gemeinderat. Sie werden vom Gemeinderat gewählt und haben je nach Ausschussart (beschließend oder beratend; siehe § 33, 40 und 41 Gemeindeordnung Ba-Wü) Beratungs- und Entscheidungsrecht.
  • sich wählen lassen: Jede/r kann sich ab 18 selbst zur Wahl stellen und bei erfolgreicher Wahl als Gemeinderätin/Gemeinderat, Ortschaftsratsmitglied oder sogar (Ober-) Bürgermeister die Entwicklung seiner Kommune mitbestimmen. Wer als Gemeinderat gewählt wird, zeigt Ihnen eine Studie der Hochschule Kehl, die Sie hier verlinkt finden. Bei Interesse einfach bei den örtlichen Parteien oder freien Wählervereinigungen wie die Freien Wähler Ammerbuch (BWV/FWV) melden.

Druckansicht dieser Seite Druckansicht dieser Seite